Holzhacken

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Verwenden Sie einen breiten, stabilen, ungefähr kniehohen Hackklotz. Es ist wichtig, dass der Hackklotz auf einem stabilen, nicht schwingenden Untergrund steht. Ein schwingender Untergrund mindert die Kraft des Axthiebs und die Spaltwirkung. In der Regel ist es einfacher, einen Holzblock von oben zu spalten. Stellen Sie den Holzblock, den Sie hacken wollen, auf die andere Seite des Hackklotzes so weit von Ihnen entfernt wie möglich. Wenn Sie den Holzblock nicht treffen, wird die Axt in der Regel den Hackklotz treffen. Dadurch besteht ein geringeres Risiko, dass Sie den Boden oder Ihr Bein treffen.

Halten Sie den Stiel für den Hieb nach unten mit geraden Armen am unteren Ende fest. Das sorgt für mehr Kraft und ein sichereres Hacken. Korrigieren Sie die Entfernung vom Holzblock mit Ihren Füßen, nicht Ihren Armen. Wenn möglich sollte der Griff der Axt bei Berührung mit dem Holzblock horizontal stehen.

Brennholz

Frisches Holz enthält mehr als 45 Prozent Wasser. Bevor das Holz verfeuert wird, muss der Wassergehalt auf ca. 25 Prozent oder weniger reduziert werden, was normalerweise gegeben ist, wenn es einen Sommer lang trocknen konnte. Rinde, ganz besonders Birkenrinde, verlangsamt den Trocknungsprozess, weshalb gehacktes Holz leichter trocknet als nicht gehacktes Holz. Damit einher geht auch, dass gehacktes Holz nicht so leicht schimmelt oder verrottet und sich natürlich sehr viel besser zum Feuermachen eignet.

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Unter den in Nordeuropa am häufigsten vorkommenden Bäumen haben Eichen und Birken den höchsten Energiegehalt, gefolgt von Kiefern, Fichten und Espen in dieser Reihenfolge. Der Winter gilt als die beste Jahreszeit für das Fällen von Laubbäumen. Zerlegen Sie den Stamm mit einer Ketten- oder Bogensäge in Holzblöcke mit einer angemessenen Größe. Spalten Sie das Holz so bald wie möglich. Je mehr es trocknet, desto härter und schwieriger lässt es sich spalten. Selbst dicke Kiefern lassen sich kurz nach dem Fällen leicht spalten; nach einem Jahr wird das Spalten jedoch sehr schwierig. Gefrorenes Holz ist brüchig und lässt sich einfach spalten. Wenn das Holz zum Spalten zu schmal ist, schälen Sie einen Streifen Rinde vom Block ab, damit er leichter trocknet.

Spalten großer, astiger und quergefaserter Holzblöcke

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Versuchen Sie, den Holzblock in der Mitte zu treffen; so lässt sich auch sehr astiges Holz spalten. Versuchen Sie außerdem, gerade durch ein eventuell vorhandenes Astloch zu schneiden. Große Holzblöcke können in mehreren Schritten gehackt werden. Drücken Sie den Stiel niemals zur Seite, wenn die Axt im Holz feststeckt – im schlimmsten Fall kann ein Teil der Schneide abbrechen oder der Stiel brechen. Entfernen Sie die Axt stattdessen durch Auf- und Abbewegungen des Stiels.

Vedklyvning 5Bei extrem großen, astigen oder quergefaserten Blöcken müssen Sie eventuell Spaltkeile verwenden. Verwenden Sie in einem solchen Fall zwei Keile gleichzeitig. Platzieren Sie einen Keil nahe am Rand des Holzblocks. Schlagen Sie einen Keil mit einem Spalt- oder Vorschlaghammer ein, damit sich ein Spalt bildet. Setzen Sie den zweiten Keil in größerer Entfernung von der Kante ein und schlagen Sie ihn ein, bis der Spalt breiter wird. Versetzen Sie den ersten Keil weiter nach innen und fahren Sie so fort, bis der gesamte Holzblock gespalten ist.

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Verwenden Sie keine gewöhnliche Axt als Keil oder Vorschlaghammer. Sie ist nicht darauf ausgelegt der Wucht standzuhalten und kann sich verformen. Nur ein Hammer eignet sich durch sein Gewicht und seinen stabilen Kopf und die abgeschrägten Ecken zum Schlagen eines Keils.

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Denken Sie daran, dass es immer riskant ist, mit Stahl auf Stahl zu schlagen. Es könnte sich ein Stahlsplitter lösen und beispielsweise Ihre Augen verletzen. Wir empfehlen daher das Tragen einer Schutzbrille. Vergewissern Sie sich, dass die Keile und die Ecken des Hammerkopfes immer abgeschrägt bleiben.

Trocknen und Lagern von Brennholz

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Brennholz muss gründlich trocknen, bevor es verwendet wird. Früher sagte man: “Holz muss vor Ostern gehackt werden”, damit es im Frühling und Sommer trocknen kann, um im Winter verfeuert zu werden. Besonders in Schweden kann man Bäume auch im Winter fällen und das Holz Ende des Jahres hacken, damit es auch im Winter trocknen kann, wenn die Luftfeuchtigkeit am geringsten ist.

Rinde, besonders Birkenrinde, verlangsamt den Trocknungsprozess, weshalb gespaltenes Holz leichter trocknet als nicht gespaltenes Holz. Trockenes Holz schimmelt und verrottet nicht und eignet sich sehr viel besser zum Feuermachen. Stapelt man gespaltenes Holz mit der Rinde nach oben, wirkt die Rinde als Deckel, der den Trocknungsprozess verlangsamt.

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Gestapeltes Brennholz muss gehackt sein oder zumindest einen entrindeten Streifen haben, damit es trocknen kann. Das gilt insbesondere für Laubholz, dessen Rinde in der Regel dichter ist als Nadelholzrinde. Stapeln Sie das Holz auf einem trockenen, gut entwässerten Boden, wenn möglich an einem sonnigen Ort. Legen Sie einige Latten auf den Boden, bevor Sie mit dem Stapeln beginnen, damit das Holz nicht auf dem feuchten Boden aufliegt. Achten Sie darauf, dass die unterste Holzschicht mit der Rinde nach unten gestapelt wird, um das Risiko zu verringern, dass sie rottet. Stapeln Sie das Holz recht lose mit der Rinde nach unten, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Früher gab es die Faustregel, dass das die Lücken so groß sein müssen, dass eine Maus hindurch passt.

Wird das Holz an einer Mauer gestapelt, sollten Sie einen Luftspalt dazwischen frei lassen. Bauen Sie den Stapel so, dass er sich etwas nach innen neigt, damit er nicht zusammenstürzt, wenn er sich während des Trocknungsprozesses verschiebt. Legen Sie die oberste Holzschicht so, dass sie sich wie Dachziegel nach außen neigen, damit Regenwasser abfließen kann. Alternativ können Sie ein abschüssiges Dach aus Planken oder Brettern über die oberste Schicht des Stapels legen. Decken Sie jedoch nicht die Seiten ab – die Luft muss durch den Stapel hindurch und zwischen dem Stapel und dem Dach zirkulieren können.

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Man kann Brennholz auch in einem runden Stapel lagern. Bauen Sie aus großen gespaltenen Holzblöcken eine runde Mauer. Legen Sie die kleineren oder ungleichmäßigen Klötze in willkürlicher Anordnung in die Mitte. Wenn der Stapel hoch genug ist, fangen Sie damit an, ihn in der Mitte hoch zu bauen, und runden Sie ihn zu einem gleichmäßigen Haufen ab. Legen Sie die oberste Schicht Holzblöcke wie Dachziegel, damit Regen und Schnee abfließen können und nicht in den Stapel rinnen.

In Innenräumen gestapeltes Holz muss vollständig getrocknet sein. Ansonsten können Probleme mit Feuchtigkeit und Schimmel auftreten.