Blockhausbau

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Zimmermannswerkzeuge wurden über viele tausend Jahre hinweg entwickelt. Durch den Einfluss von Traditionen, des Klimas und lokaler Holzsorten unterscheiden sich diese Werkzeuge zwischen den einzelnen Ländern. Traditionell stellte der Schmied des Dorfes auf Bestellung Werkzeuge für den Zimmermann des Ortes her, wodurch sich naturgemäß ebenfalls große regionale Unterschiede entwickelten. Im 20. Jahrhundert gab es in Schweden eine Vielzahl an Breitbeilen – Äxte, die dafür verwendet wurden, flache Oberflächen herzustellen, beispielsweise um runde Baumstämme zu rechteckigen Balken zu schlagen. Breitbeile wurden im Allgemeinen in vier oder fünf verschiedenen Schneidenbreiten und ohne Stiel geliefert. Breitbeile und andere Äxte waren beim Bau eines Blockhauses die wichtigsten Werkzeuge eines Zimmermanns, obwohl sich auch andere Werkzeuge wie das Ziehmesser, die Stemmaxt, Balkenklammern und der Anreißzirkel in seinem Werkzeugkasten befanden.

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Gränsfors Schwedisches Zugmesser

Es gibt noch immer eine große Vielfalt von Werkzeugen für den Blockhausbau, die sich alle bezüglich des Gewichts, der Länge und ihrer Herkunft unterscheiden. Ein Breitbeil wird auf Grundlage seiner Bauart, der Schleifung der Schneide und dem Winkel, in dem der Stiel zur Schneide steht, beschrieben. Andere wichtige Eigenschaften sind die Länge der Schneide, das Gewicht der Axt (in der Regel einschließlich des Stiels), und die Länge des Stiels.

Bearbeitung mit dem Breitbeil

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Der zu bearbeitende Stamm wird auf zwei Spezialständer gelegt, um ihn auf die richtige Arbeitshöhe zu bringen. Durch einen seitlich eingetriebenen Keil wird der Stamm festgehalten. Der Ständer hat die richtige Höhe, wenn Sie rittlings darauf sitzen und Ihre Füße flach auf dem Boden stehen. Halten Sie Ihre Hände nah beieinander.

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Ihre rechte Hand sollte dem Axtkopf am nächsten liegen. Der Daumen Ihrer rechten Hand sollte seitlich am Stiel liegen und nicht den Stiel umfassen, um Verletzungen Ihres Fingernagels zu vermeiden.

Während des Trocknungsprozesses verdreht sich der Baumstamm oft. Wenn sich der Baumstamm so verdreht, dass Risse von links nach rechts unten verlaufen, müssen Sie beim oberen Teil des Baumstamms von sich weg schlagen und beim unteren Teil auf sich zu. Wenn der Baumstamm in die andere Richtung verdreht ist und die Risse von links nach rechts oben verlaufen, müssen Sie in die andere Richtung schlagen. So wird vermieden, dass Sie gegen die Struktur des Holzes arbeiten.

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1: Trocknungsrisse
2: Obere Hälfte des Baumstamms
3: Untere Hälfte des Baumstamms

Behauen eines Baumstamms

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Bewegen Sie sich beim Arbeiten nach hinten, so dass Sie immer die Qualität der von Ihnen bearbeiteten Oberfläche überprüfen können. Der Baumstamm sollte so gleichmäßig wie möglich behauen werden, um eine bessere wasserabweisende Wirkung zu erzielen. Damit sich in Unebenheiten kein Regenwasser sammelt, liegt der Baumstamm beim Behauen anders herum als später in der Hauswand. Trocknungsrisse werden nach innen gedreht, falls die Innenseite verkleidet werden soll. Ansonsten werden sie nach außen gedreht, damit die Innenseite hübsch aussieht und sich leicht reinigen lässt.